Die Wanderung mitten durch das wildromantische Tal der Endert ist ein einzigartiges und überaus ursprüngliches Naturerlebnis in einer Region, die an vielen Orten von ihrer wechselhaften Geschichte spannend zu erzählen weiß. Ausgangspunkt der schönsten Tagestour 2019 ist die um ca. 1000 erbaute Kreuzritterburg, die hoch über dem Ulmener Maar thront. Von der imposanten Ruine aus geht es über den Ulmener Martberg durch schattigen Wald zum berühmten „Antoniuskreuz“. Der Sage nach soll das Antoniuskreuz aus dem 17. Jahrhundert Heinrich von Ulmen ein Säckchen Erde vom Grab Christi hinterlegt haben. Weiter führt die Wanderung über ein Teilstück des „Karolingerweges“, der sich dem berühmten Adels- und Kaisergeschlecht aus längst vergangenen Tagen widmet. Und auch wenn die Zeit der Karolinger schon Jahrhunderte zurückliegt, ein anderes Highlight entlang der Strecke hat alle Zeitläufte überdauert: Die Rausch, eine sehenswerter Wasserfall, an dem das kühle Nass rund 7 m tosend in die Tiefe kracht. Eine kleine Brücke über den Wasserfall verbindet den Wanderweg mit der schönen Wallfahrtskirche Maria Martental, die zum gleichnamigen und nur wenige Meter entfernten Kloster gehört. Vorbei an der Mauer der Napoleonsbrücke, über die früher die alte Poststraße Koblenz-Trier führte, schmiegt sich wenig später ein schmaler und steiniger Pfad ganz dicht an den wilden Endertbach. Links und rechts und auf und ab tanzt der Pfad über Brücken, vorbei an alten Mühlen und steilen Flanken, ehe die Mündung der wilden Endert in die gebändigte Mosel bei Cochem erreicht ist.